Lernziel Wohlbefinden

Schule neu denken

Wer bin ich? Was brauche ich? Was kann ich? Was will ich?

Das sind essenzielle Fragen, die uns beschäftigen und wir uns im Laufe unseres Lebens immer wieder stellen! Dass nun aber auch im Rahmen von Schule Antworten darauf gesucht werden sollen, ist vielen Beteiligten, egal ob Lehrer oder Schüler, noch häufig neu! Wer seine individuellen Antworten findet, kann sich im wahrsten Sinne des Wortes glücklich schätzen, fühlt sich wohl und ist resilienter! Lehrer sollen hier begleiten, beraten, hinterfragen und Räume für diesen Prozess öffnen. Das Schulfach Glück bietet ein Curriculum für diesen Persönlichkeitsentwicklungsprozess, an dessen Ende das Lernziel Wohlbefinden steht. Der Lerninhalt sind die Schülerinnen und Schüler selbst statt ein abstraktes zu vermittelndes Wissen.

Stärken – Visionen – Entscheiden – Planen – Umsetzen – Reflektieren

Sechs Handlungsphasen

Das Schulfach Glück bietet ein reichhaltiges Repertoire an Übungen, die Körper, Geist und Seele verbinden, die Schülerinnen und Schüler in Kontakt mit sich selbst und der Gruppe bringen und zu neuen Erkenntnissen und Orientierung führen. Dabei durchlaufen sie sechs Handlungsphasen: Stärken – Visionen – Entscheiden – Planen – Umsetzen – Reflektieren. In diesen Handlungsphasen sollen die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt in einem persönlichen Entwicklungsprozess

  • ihre Stärken und Schwächen, ihre unbewussten Überzeugungen und Steuermechanismen, kennenlernen
  • ihre Wünsche und Visionen lebendig werden lassen,
  • Navigationstools entdecken, um ganzheitliche Entscheidungen zu treffen,
  • mögliche Hindernisse in der Planung berücksichtigen und sich dementsprechend wappnen,
  • Strategien der Selbstregulation erproben,
  • diese Erfahrungen analysieren und reflektieren und gewonnene Erkenntnisse für ein gelingendes Leben nutzen.

Auswirkungen auf die gesamte Schulkultur

Veränderte Grundhaltungen

Ein Unterricht, bei dem es um die Schülerinnen und Schüler selbst geht und bei dem Lebensfreude und Lebenskompetenz im Zentrum stehen, verändert alle Beteiligten und wirkt sich auf die ganze Schulkultur aus. Besonders Lehrpersonen verändern ihre Haltung und ihre Perspektive auf Schülerinnen und Schüler: Fehler werden als Ressource verstanden und nicht vermieden, Stärken als Schätze gehoben; Schüler dürfen mit ihren persönlichen Geschichten auf den Lehrer zukommen, ohne bewertet zu werden; Lern- und Entwicklungsprozesse jedes Einzelnen statt Ergebnisse stehen im Vordergrund und die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Rolle unter anderem mit Selbstwirksamkeitserfahrungen vom passiven Erdulder zum aktiven Gestalter ihrer Lebenswelt verändern. Sind diese veränderten Grundhaltungen angekommen, durchwebt diese „Herzensbildung“ jede Unterrichtsstunde, unabhängig davon welches Fach gerade unterrichtet wird.
Dr. Ernst Fritz-Schubert

Gründer

2007 startete Dr. Ernst Fritz-Schubert als Oberstudiendirektor an der Willy-Hellpach-Schule Heidelberg das Pilotprojekt: Um das Klima dort zu verbessern und der Forderung vieler Organisationen wie WHO oder OECD nachzukommen, begründete er zusammen mit einem Kompetenzteam das „Schulfach Glück“.

Das Konzept wurde wissenschaftlich evaluiert und die zentralen Erkenntnisse von Dr. Ernst Fritz-Schubert im Rahmen der Promotion „Lernziel Wohlbefinden“ niedergeschrieben.

Mittlerweile hat das 2009 gegründete Fritz-Schubert Institut mit der Weiterbildung „Lernziel Wohlbefinden – Schulfach Glück“ schon zahlreiche Lehrer/innen zu Glückslehrer/innen ausbilden können, so dass viele Schulen im In- und Ausland von seinem Handlungskonzept profitieren.

Weiterführende Infos

Forschung und Presse

Zur Positiven Pädagogik und dem Schulfach Glück gibt es neben Fachliteratur mittlerweile auch mehrere akademische Evaluationen, die die Wirksamkeit belegen. Auch in der Presse bekommt das Thema auf Grund der wachsenden gesellschaftlichen Notwendigkeit zunehmend Aufmerksamkeit.

Weitere Informationen hierzu zu finden Sie auf folgenden Seiten des „Fritz-Schubert-Instituts“: